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Die JUNGE POLIZEI Baden-Württemberg begrüßt ausdrücklich die im Kabinett des Landtages von Baden-Württemberg beschlossene Einstellungsoffensive. Eine Erhöhung der Einstellungszahlen ist in Anbetracht der bevorstehenden Pensionierungswelle nur Folgerichtig, wenn die Polizei BW nicht weiter geschwächt werden soll.

LPP Info

Ob die Umsetzung der Einstellungsoffensive jedoch eine Meisterleistung werden wird, steht bislang allerdings noch in den Sternen.

Nachdem der erste Schritt innerhalb der Polizei bereits getan ist und die Bewerberzahlen wieder nach oben "schießen", bleibt allerdings die Frage offen, ob die Bildungseinrichtungen diesen Personalzuwachs auch tatsächlich bewältigt bekommen.

 

Hier werden insbesondere drei Aspekte entscheidend sein:

 

1. Bekommen die Bildungseinrichtungen in qualitativer und quantitativer Sicht das notwendige Personal, um die Polizeianwärterinnen und -anwärter nach den bisherigen Standards ausbilden zu können?

2. Bekommen die Bildungseinrichtungen die notwendigen Sachmittel, um den finanziellen Mehrbedarf der Einstellungsoffensive betreffend von Ausstattung, Reisekosten u.a. zu decken?

3. Können die Polizeianwärterinnen und -anwärter an den Bildungseinrichtungen überhaupt untergebracht werden?

Bereits im Haushaltsjahr 2015, noch ohne Einstellungsoffensive, bestand betreffend der notwendigen Sachmittel ein Defizit und nur durch Mittelumverteilung innerhalb der Polizei und zu Lasten anderer Projekte der Polizei konnte dieses Defizit gedeckt werden.

Auch was die Unterbringung angeht, bestehen seitens der JUNGEN POLIZEI erhebliche Zweifel. Bereits in den aktuellen Studienjahrgängen in Villingen-Schwenningen an der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg ist die Unterbringung in den vom Land Baden-Württemberg gegen Entgelt zur Verfügung gestellten "Studentenwohnungen" auf Kante genäht, so der Erste Stellvertrentende Landesvorsitzende der JUNGEN POLIZEI und Vorsitzender des Allgemeinen Studierendenausschusses der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg Michael Haug.

So ist bereits jetzt schon bei insgesamt nur 700 Betten und mehr als 800 Studierenden ein Defizit vorhanden. Die aktuelle Auslastung der "Studentenwohnungen" liegt bei nahezu 100%. Im Rahmen der Einstellungsoffensive werden in der Spitzenzeit alleine an der Hochschule mehr als 400 Kollegen mehr unterzubringen sein. Auch an den anderen Stand sieht es nicht besser aus. (MH)