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Die geplante Wiedereinführung der Stellenbesetzungssperre bei der Polizei Baden-Württemberg zum 01. Januar 2019 ist vom Tisch. Dies erklärte Baden-Württembergs Innenminister und stellvertretende Ministerpräsident Thomas Strobl (CDU) gegenüber der DPA und reagiert damit auf die Berichterstattung des Landeschef der JUNGEN POLIZEI Baden-Württemberg, Michael Haug.

In dem am 29.08.2018 veröffentlichen Pressestatement forderte Haug diese tickende Zeitbombe nicht explodieren zu lassen und der Polizei in Baden-Württemberg, bei der ohnehin prekären Personalsituation, den Rücken zu stärken. Laut Stuttgarter Nachrichten verlangte die Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne) laut ihrem Sprecher zunächst einen Vorschlag von Innenminister Strobl, wie das jährlich rund fünf Millionen Euro teure Vorhaben gegenfinanziert werden soll, was bis zum 29.08.2018 offensichtlich nicht passierte.

Innenminister Thomas StroblBild, Quelle: Laurence Chaperon 

Gegenüber der DPA sagte Strobl am 30.08.2018, "Die entsprechende Finanzierung ist sichergestellt". "Das ist zwischen dem Finanz- und Innenministerium abgestimmt." Zudem seien seit Beginn der Wahlperiode bereits 600 Stellen im Nicht-Vollzugsbereich geschaffen worden, um die Polizei zu entlasten. "Es würde ja keinen Sinn machen, dass wir neue, zusätzliche Stellen schaffen und die alten nicht besetzen", so Strobl weiter.

Es ist schön zu sehen, wie positiv Innenminister Strobl gegenüber der Polizei eingestellt ist und dies ganz offensichtlich von der kompletten Landesregierung getragen wird. Eine Lösung für ein Problem in Millionenhöhe innerhalb weniger Stunden herbeizuführen und die Finanzierung für den künftigen Wegfall der Stellenbesetzungssperre bei der Polizei zu sichern, ist großes Kino, so Michael Haug, Landesvorsitzender der Nachwuchsorganisation der Deutschen Polizeigewerkschaft.