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Der dbb Truck ist auf Deutschland-Tour durch sechs Großstädte, um im Vorfeld der Tarifrunde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder um die Unterstützung der Bevölkerung zu werben.

Am 25. Januar 2013 sorgten Musik und Aktionen rund um das markante Gewerkschaftsmobil in Mainz für Aufmerksamkeit und Information. Siegfried Damm, Mitglied der Geschäftsführung der dbb Bundestarifkommission, sagte vor den Teilnehmern: "In Rheinland-Pfalz zählen wir auf die Solidarität der Beamtinnen und Beamten, denn ihnen wurde eine jährliche Mini-Anpassung von nur einem Prozent für fünf Jahre diktiert."

Damit und unter Berücksichtigung des Abschlusses 2012 für Bund und Kommunen sowie der Teuerungsrate entstehe ein dickes Minus im Portemonnaie.

"Besonders die unteren Einkommensgruppen bei Tarifbeschäftigten und Beamten haben zu kämpfen, denn sie leiden unter der Sparpolitik der Arbeitgeber bei ständig steigenden Lebenshaltungskosten. Sie räumen unseren Müll weg, betreuen unsere Kinder, pflegen unsere Kranken, sorgen im Winter für sichere Straßen und jagen Verbrechern hinterher. Und sie werden dafür bestraft, indem sie gerade wegen ihrer kleinen Einkommen nur unterdurchschnittlich von Einkommenssteigerungen profitieren.

Das muss durch eine soziale Komponente kompensiert werden, sonst ist den Arbeitgebern der Zorn einer  großen Beschäftigtengruppe gewiss!" Zudem werde es unter diesen Vorzeichen immer schwieriger, den dringend
benötigten Nachwuchs für eine Perspektive im öffentlichen Dienst zu begeistern. Wenn es darum gehe, motivierte und qualifizierte junge Leute zu gewinnen, müsse der Staat mit der Wirtschaft als Arbeitgeber konkurrieren können.

"Deswegen ist unsere Forderung nach 6,5 Prozent mehr Lohn mit sozialer Komponente, der Erhöhung der Entgelte um 100 Euro für Azubis und deren Übernahme eine kluge und finanzierbare Investition in die Zukunft der Bundesrepublik", so Damm.